Rezension: Das Jahr, das Zwei Sekunden brauchte - Rachel Joyce

Das Jahr, das Zwei Sekunden brauchte - Rachel Joyce
Erschienen im S.Fischer (Krüger) Verlag
Länge: 432 Seiten
  • Verlag: FISCHER Krüger (21. November 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3810510815
  • ISBN-13: 978-3810510815
  • Originaltitel: Perfect







Warum hast du das Buch obwohl es noch gar nicht erschienen ist???

Das liegt daran, dass ich bei der Buch-Community Was-liest-du aktiv bin (man kann mich dort unter dem gleichen Profilnamen finden). Da habe ich mich auf eine Leserunde beworben, die dieses Buch der Bestseller Autorin Rachel Joyce noch vor Erscheinungstermin lesen durfte. Und *plopp* lag das Buch bei mir im Briefkasten!





Der Leser wird in der Geschichte mit zwei Erzählsträngen konfrontiert.
In dem einen geht es um Byron. Einem elfjährigen Jungen, der im Jahr 1972 mit seinem besten Freund James in England eine Privatschule besucht. Er lebt zusammen mit seinem Vater Seymore, seiner Mutter Diana und seiner kleinen Schwester Lucy in einem abgelegenen Haus in der englischen Heide. Im Jahr 1972 fügt die englische Regeirung zwecks Angleichung 2 Sekunden zu der Zeit hinzu, doch Byron versteht das nicht so recht. Letztendlich kommt die Handlung durch ein kleines Mädchen auf einem roten Fahrrad und Byrons Armbanduhr ins rollen...

Im zweiten Handlungsstrang geht es um Jim. Jim lebt in der heutigen Zeit und ist mitte 50. Er hatte schon mehrer Aufenthalte in psychsichen Kliniken hinter sich, arbeitet in einem Café, wohnt in einem Wohnwagen und führt Abends endlos lange Rituale durch, ohne die würden nämlich schlimme Dinge passieren, meint er.



Momentan noch gar nicht! Aber ab dem 21. November könnt ihr es hier als Hardcover, Hörbuch oder ebook bestellen. 
Auf Skoobe ist auch der Erstlingsroman der Autorin nicht auffindbar, daher denke ich, dass der zweite Roman auch nicht so schnell dort auftauchen wird. Leider!




Ich bin sehr froh für diese Leserunde ausgewählt worden zu sein und das Buch hat mich vor allem im letzten Teil sehr bewegt. Von Anfang bis Ende hat mich Byrons Geschichte gefesselt, denn diese Geschichte gehört ihm, das weiß ich jetzt. Diese vielen Wendungen, Fragen und Antworten habe ich vielleicht noch nicht ganz verarbeitet, aber ich weiß, dass mich das Buch tief beeindruckt hat. Vor allem die Wendung und Zusammenführung der Stränge im letzten Teil, den ich so wirklich überhaupt nicht vorausgesehen hatte. Das Buch als ganzheitliches Betrachtet ist ein großartiges Werk. Meine einzigen beiden, kleinen Kritikpunkte wäre, dass ich, erstens, die Zusammenführung der beiden Handlungsstränge gerne etwas ausgedehnter gehabt hätte und zweitens, dass das Buch für mich mit seinen 430 Seiten zu kurzweilig war und ich mich gerne noch ein oder zwei Tage länger in der Geschichte wiedergefunden hätte, aber das liegt wpohl eher an mir als an dem Roman. Der Schreibstil der Autorin ist zauberhaft und sehr gefühlvoll ohne dabei kitschig zu werden, diese Eigenarten spiegeln sich auch in der Handlung wieder. Am Ende des Buches wurde mir auch klar warum diese (auf den ersten Blick) Sommergeschichte im Winter veröffentlicht wird. Das Ende hat mit den dahinterstehenden Gedanken etwas sehr weihnachtliches und obwohl es auch kein Friede-Freude-Eierkuchen Ende ist hat es mich für die kurz vorher vergossenen Tränen (wirklich, nicht erfunden oder übertieben) mit einem seeligen Lächeln entlohnt. Mein Fazit ist dementsprechend ein sehr positives. Ich hatte den Erstling der Autorin nicht gelesen, das werde ich wohl demnächst nachholen und hoffe von Herzen darauf, dass sich diese entfesselten Emotionen wiederholen mögen.



Ich denke, dass schon auf Grund der Covergestaltung wohl eher Frauen zugreifen werden. Das Buch ist aber auch für emotionale Männer geeignet. Wer Action erwartet, sollte hier eher die Finegr von lassen, denn das Buch lebt aus dem Subtilen, was zwischen den Zeilen steht.
Alle anderen können ab etwa 14 Jahren auch gerne kaufen, ein fehlkauf wird es nicht sein!

Deswegen verdient sich dieses Buch auch:


5 von 5 Budgies



Kommentare:

  1. Ich habe gerade das Buch beendet. Ein schönes Buch

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  2. Über das Buch hatte ich bisher noch kaum etwas gehört, aber es klingt richtig gut - sehr schöne Rezi!

    Ich bin durch die Blubberwoche hierhergekommen, und dein Blog gefällt mir richtig gut. :-)

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