Rezension: Das Lied der Dunkelheit - Peter V. Brett


Das Lied der Dunkelheit - Peter V. Brett 
Erschienen im Heyne Verlag 




Länge: ca. 800 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (4. Mai 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453524764
ISBN-13: 978-3453524767
Originaltitel: The Painted Man






Die Handlung findet in einer Welt statt, in der jede Nacht Dämonen aus dem Boden steigen und die Menschen angreifen. Der einzige Schutz, der sich ihnen bietet, ist das Zeichnen von uralten Schutzsiegel, durch die die Dämonen nicht durchbrechen können. Es gab eine Zeit, in der es auch Angriffssiegel gab und  in denen die Menschen gegen die Dämonen Krieg geführt und gewonnen haben. Die Dämonen hatten sich zurückgezogen und die Menschen lebten glücklich viel Jahre. Das Wissen um die Siegel geriet in Vergessenheit, bis die Dämonen in etwa dreihundert Jahre vor der Handlung des Buches wieder zurückkehrten und seitdem die Menschheit tyrannisiert, die sich nur dürftig schützen kann. Das Wissen ist in Vergessenheit geraten...




Der Leser lernt zu Beginn der Geschichte Arlen als kleinen Jungen kennen. Er wächst in einem kleinen Dorf weit weg der Städte mit seinem Vater und seiner Mutter auf. Sein wichtigstes Anliegen ist der Schutz seiner Familie, dass weiß er schon trotz seines Alters. Auch sein Vater bestärkt ihn darin. Doch eines Abends greifen die Dämonen durch ein Missgeschick Arlens geliebte Mutter an und sie wird schwer verletzt, obwohl Arlen versucht sie zu retten. Sein Vater sieht nur tatenlos zu. Auf dem Weg zur Kräuterheilerin lässt sein Vater ihn abermals in Stich und Arlen flüchtet und schlägt sich auf eigene Faust durch, wobei ihm sein großes Talent zum Zeichnen von Siegeln hilft, bis ihn ein Kurier aufsammelt und ihn mit zur Stadt nimmt, wo er sich um ihn kümmert...

Im zweiten Handlungsstrang lernen wir Leesha kennen. Auch sie wohnt in einem Dorf, alelrdings in eienr anderen Region als Arlen. Die beiden kennen sich nicht. Leesha ist dreizehn Jahre alt und soll bald verheiratet werden. Bei einem Angriff der Horclinge genannten Dämonen werden viele Dorfbewohner schwer verletzt. Leesha hilft notdürftig der alten Kräuerheilerin des Dorfes, die ihr Talent erkennt. Als auch noch ihre große Liebe, der sie versprochen ist, sie enttäuscht, flieht sie zu der Heilerin und fängt dort, unterstützt von ihrem Vater und geächtet von der tyrannsichen Mutter eine Lehre an.

Im dritten Handlungsstrang wird dem Leser der junge Rojer präsentiert. Rojer ist jünger als die beiden anderen Hauptcharaktere und lebt ebenfalss in einem kleinen Dorf. Die Schutzsiegel der Gemeinde brechen in einer schrecklichen Nacht, in der fast alle Bewohner getötet werden. Rojer verliert durch die Aufopferung seienr Mutter "nur" zwei Finger und flieht zusammen mit dem Jongleur Arrick in eine Stadt, der den Jungen fortan aufzieht...

Wie, wo, wann und warum sich die Handlungsstränge kreuzen und sich die Hauptcharaktere treffen, dass zu finden ist euch überlassen...




Man kann es als E-book, Taschenbuch oder auch Hörbuch auf Amazon oder in anderen Buchhandlungen kaufen oder in vielen Büchereien ausleihen.
Ich habe es über die Skoobe-App gelesen, die ich hier jedem als Spartipp empfehlen möchte, denn Skoobe kostet monatlich 9,99€ während dieses Buch alleine schon etwa 15€ kostet.




Dieses Buch ist nach "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss der beste Fantasy-Epos, den ich seit langem gelesen habe. Das Buch ist ein echter Pageturner und die Spannung geht durch die vielen Wendungen an keiner Stelle verloren. Es sprengt die Normen der Fantasystruktur in die positive Richtung. Die vielen Zeitsprünge, die stattfinden fand ich anfangs etwas schwer verständlich, da ich zu Beginn nicht auf die Jahreszahen geachtet hatte und mcih daher gewundert hatte, warum wir jetzt wieder ein paar Jahre früher sind, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt. Das Buch ist sehr gut geschrieben, die Beschreibungen der Welt sind detaillreich aber nicht langatmig. Die Hauptcharaktere wachsen einem sehr ans Herz. Man genießt, lacht und (vor allem) leidet mit ihnen.




Als Jugendbuch würde ich diese Geschcihte wohl nicht empfehlen, da einige Beschreibungen von Schlachten oder sexuellen Handlungen und Begierden zu gut beschrieben sind um sie einem zwölfjährigem zuzumuten. Wer sich daran aber nicht anstößt wird von diesem Fantasy-Roman begeistert sein und genau wie ich so schnell wie möglich den nächsten Band lesen wollen.

Das Buch ist wirklich fesselnder, spannender Haltestellen-verpassen-und-Milch-überkochen-lassender Fantasyepos. Daher verdient sich das Werk von Peter V. Brett:


5 von 5 Budgies








1 Kommentar:

  1. Wenn du die Reihe von Rothfuss gelesen hast, würde mich mal interessieren, ob du viele Parallelen zwischen den beiden Büchern/Reihen gefunden hast? Ich habe sehr, sehr viel darüber gelesen, dass Bretts ein ziemlich müder Abklatsch sei.
    Ich kenne nur Bretts Romane und mag sie im Großen und Ganzen auch :)

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