Rezension: Ender's Game - Orson Scott Card

Ender's Game - Orson Scott Card
(Erschienen bei Tor Books)




Länge: ca. 390 Seiten
Verlag: Tor Verlag (Juli 1994, Erstauflage 1985)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0812550706
ISBN-13: 978-0812550702

Nein, ich habe das Buch nicht zwischen meine aktuelle Lektüre geschoben, aber da mein Blog ja noch recht neu ist, werde ich euch auch in nächster Zeit imemr mal wieder Bücher vorstellen, die ich in der Vergangenheit gelesen habe und die mir im Gedächtnis geblieben sind. Zu diesem Buch bin ich gekommen, weil  ich an einem Samstagabend im Fernsehen herum-gezappt bin und zufällig zu "Wetten dass..." kam. Dort saß der berühmte Herr Harrison Ford und promotete seinen neuesten Film. "Ender's game" sollte der Titel lauten, der Trailer
war mit Action geladen, doch wirklich etwas von der Story mitbekommen hat man nicht.
Also: Laptop an, zur allerliebsten Suchmaschine und auf geht's.
Enders Spiel, wie ich feststellte, war schon ein recht altes Science Fiction Abenteuer aus dem Jahre 1985, grobe Umrisse der Story klangen sehr interessant
und schon bald hatte ich dieses starke Verlangen, welches sicherlich einige von euch kennen, die Geschichte zu lesen, in mich aufzunehmen ;)







Es geht um den auf der Erde lebenden Andrew (genannt Ender) Wiggin.
Der Ost-West-Konflikt zwischen Russland und den USA, die beide auf ihre Hegemonie pochen, konnte nicht gelöst werden. Irgendwann begannen die Menschen mit der Erforschung des interstellaren Raums, wo sie Lebewesen (genannt "buggers" wegen ihres insektenartigen Aussehens) entdeckten, die kurz darauf die Erde invasieren. Nur mit Mühe und wie durch ein Wunder konnten diese zurückgeschlagen werden. Doch dann kam die zweite Invasion: Eine riesige Übermacht der Buggers, keine Hoffnung mehr für den Menschen,d enn fast kommen die Feinde an und wenn sie dort sind, werden sie alle töten. Nur durch den genialen Einsatz eines Kommandanten einer der Schiffe konnten die "Buggers" zurückgeschlagen werden und die Erde überlebte.
All das geschah 80 jahre bevor Ender Wiggins geboren wird. Er ist das dritte Kind einer Familie. Das dritte auf Wunsch der Regierung, denn eigentlich ist es auf Grund der Überbevölkerung der Erde verboten mehr als zwei Kinder zu haben, doch die Regierung, ständig in Angst vor einer neuen Invasion (wie es scheint) ist auf der Suche nach einem neuen Kommander, der die Erde im Falle des Falles retten kann. Da die ersten beiden kinder, Peter und Valentine, schon so vielversprechend waren ist es der Familie Wiggin erlaubt und befohlen worden noch ein drittes Kind zur Welt zu bringen. Peter war zu brutal, Valentine zu sanftmütig, die Hoffnung liegt jetzt ganz und gar auf Ender...


Sowohl auf Deutsch (Enders Spiel) als auch in der englischen Originalfassung ist das Buch hier zu finden. Es kann als ebook oder auch als Taschenbuch erworben werden.
Skoobe-Benutzer können alternativ auch die Deutsche Fassung auf ihrem Handy, Tablet oder anderen mit Android oder iOS funktionierenden Geräten lesen.


Was am Anfang klingt wie ein langweiliges "Wer-rettet-bloß-die-Welt"-Science-Fiction-Abenteuer wird ganz schnell zu einem interessanten komplott aus Gefühlen und menschlichen Intrigen und das alles gegnüber einem Kind, das kein Kind sein darf. Wenn das Buch einmal in eine Richtung geht und man denkt, dass man versteht und weiß wie es weitergeht, dann ändert sich die Richtung der Erzählung. Der Leser weiß immer bescheidt über die Intrigen, die mit Ender gespielt werden, doch trotzdem ist man überrascht von den Wendungen, die das Buch nimmt.
Der Autor hat es geschafft mich von Anfang bis Ende zu fesseln und an keiner Stelle langweilig zu werden, die Sprache ist angenehm, prägnant, klar und strukturiert, also passend für ein Military-Science-Fiction-Buch.

Das einzige, was mich ein bisschen gestört hat war, dass ich die Endsequenzen doch etwas sehr kurz gehalten fand. Mir hätte ein ausführlicheres Ende des Romans gefallen.




Das Buch ist auf jeden Fall und phne Einschränkungen für alle Science-Fiction-Liebhaber geeignet. Auch als Jugendbuch kann ich es ohne Probleme empfehlen. Für Altertum-Fans oder Leute, die gerne historische oder Bett-Lese-Romane-Für-Tante-Lieschen lesen ist das Buch auch nicht zu empfehlen, da denen wahrscheinlich die sehr klare (aber starke) Sprache nicht gut gefallen würde.



4 von 5 Budgies wegen des kurzen Endes





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