Rezension: Die große Wildnis von Piers Torday


    Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
    Verlag: cbj (18. November 2013) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3570157962 ISBN-13: 978-3570157961


    Der 12-Jährige Kester lebt in einer Welt der Zukunft, in der eine schreckliche Seuche alle Tiere ausgerottet hat und alle Lebensmittel ungenießbar sind. Das einzige, wovon sich die Menschen ernähren ist eine pinke Paste namens Formula, hergestellt von einer Firma, die die Welt in ihrer Hand hat, denn sie hat ein mächtiges Monopol. Kester lebt in einer Schule, einem Mentorium, für "Kinder mit Problemen". Seit dem Tod seiner Mutter sind seine Lippen verschlossen und er bringt kein Wort mehr hervor. Doch eines Tages fängt eine Kakerlak an mit ihm zu sprechen, kurz darauf dringen Tauben in sein Zimmer ein und flehen ihn an mitzukommen um die letzten Tiere zu retten. Kester begibt sich mit Hilfe dieser Tiere, und unter Leitung des großen Hirschs auf eine Mission...



    Das Cover ist für ein Kinder- und Jugendbuch sehr schön gestaltet, mal nicht in knalligen, sondern in dunklen Farben, so wie es zum eher nachdenklichen Hintergrund dieses Abenteuerromans passt. Man sieht die Protagonisten der Geschichte und erkennt auf den zweiten Blick weitere Details, wie die weiße und die grauen Tauben, Kesters Armbanduhr und die Augen des Hirschs, die fast schon zu viel über den Verlauf der Geschichte verraten. Alles in allem ist das Cover sehr gelungen an die Zielgruppe angepasst und spricht auch Erwachsene mit seiner Einfachheit an.

    Das Buch behandelt ein Thema, das einen zum Nachdenken bringt, nämlich den Umgang der Menschen mit dem Tier nicht nur als Wesen sondern auch mit Fokus des Tieres als Nahrung. Was passiert in einer Welt ohne Tiere? Ein trautiges Szenario... Verpackt in eine spannende Abenteuergeschichte des jungen Kester gelingt es dem Autor auch jugendgerecht diese Themen nahezubringen. Der Schreibstil ist eher einfach gehalten, wirkt jedoch nicht gekünstelt oder bruchstückhaft, wie es dabei sooft der Fall ist. Die Wendungen und überraschenden Elemente machen die Geschichte spannend und geben Lust auf mehr, denn dieser Roman ist betitelt mit Band 1 und auch die letzten Seiten geben Hoffnung, dass die Abenteuer des Jungen noch nicht vorbei sind. Mir persönlich hat auch die emotionale KOmponente sehr gut gefallen. Mich ziehen Bücher häufig emotional in den Bann und bei zwei Szenen in den letzten Kapiteln musste ich tatsächlich mit den Tränen kämpfen, auch wenn das Buch (jugenbuchtypisch) natürlich gut ausgeht.
    Obwohl das Buch sich eher eine jüngere Zielgruppe ab 10 Jahren ausgesucht hat, kann ich das Buch auch für junggebliebene Erwachsene empfehlen, denn der gedanke, der hinter dem Buch steht, geht uns alle etwas an. Der Verantwortungsvolle Umgang mit Tieren lässt in den Zeiten von Pferdefleischskandal und Massentierhaltung stark zu wünschen übrig, worauf der Autor ohne gehobenen Zeigefinger hinweißt. Ein Buch für alle Altersklassen.

    Vor allem mit Hinblick auf Thematik und Zielgruppe verdient sich diese geschichte 5 von 5 Budgies


    Kommentare:

    1. Sehr schöne Rezi,

      ich bin zwar noch nicht ganz durch, aber eine Tendenz ist schon abzusehen ^^. Tolles Buch!

      LG
      Anja

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      1. Danke sehr :) Ich freu mich schon darauf deine Meinung zu dem Buch zu hören!

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    2. Hey,
      also deine Rezi kann ich so voll und ganz unterschreiben ;)
      Als ich sie durchgelesen habe ist mir allerdings aufgefallen, dass ich in meiner ja eigentlich noch was zu Cover und Seitenlayout sagen wollte :D
      LG Nanni

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