Rezension: Raum 213 - Harmlose Hölle von Amy Crossing

 

Eine der Skoobe- Neuerscheinungen der letzten Woche war dieser Jugend-Thriller der Autorin Amy Crossing. Sie gibt mit Raum 213 - Harmlose Hölle ihr Debut im Bereich der Jugendbücher.




  • Broschiert: 173 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag; Auflage: 1 (20. Januar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785578717
  • ISBN-13: 978-3785578711
  • Originaltitel: Room 213


  • Die Eerie High sieht auf den ersten Blick aus wie eine normale Schule, doch ein Zimmer ist das personifizierte Böse: Raum 213. Jeder, der diesen Raum betreten hat, musste die Hölle durchleben oder hat es nicht über lebt!
    Für Liv scheint es gerade nicht schlimmer kommen zu können: Ihr Freund hat auf einer Party eine Andere geküsst vor ihren Augen! und sie wird von dem unheimlichen Ethan verfolgt. Er bedroht sie, macht komische Andeutungen. Liv ist eingeschüchtert, nimmt die Drohungen jedoch erst nicht ernst. Bis sie ein Mädchen in ihrem Garten findet Ethans Ex-Freundin, ermordet!


    Das Cover ist wirklich gelungen. Mir gefällt die Mischung der Farben und dieser Einfluss des schwarzen, bei dem man das Gefühl nicht loswird, dass es das Cover langsam übernimmt. Ich kann mir denken, dass das Cover bei den meisten Jugendlichen, die ja die Zeilgruppe bilden, gut ankommt. Dennoch habe ich das Gefühl, dass es nicht besonders hervorsticht. Hätte ich es in der Buchhandlung gesehen hätte ich wahrscheinlich alleine des Covers wegen nicht aufgegriffen.

    Das Buch, oder besser Büchlein ist ja nur knappe 170 Seiten lang, deswegen habe ich es auch gut an einem ruhigen Morgen in einem Rutsch durchlesen können. Hinsichtlich der Spannung erfüllt es ganz und gar die Erwartungen. Im verlauf die Geschichte wird ei Spannung stetig gesteigert, man hat immer wieder den ein oder anderen Gänsehaut-Moment. Der Spannungsbogen ist wirklich super gelungen! Der Schreibstil ist wenig beschreibend, einfach und flüssig und überlässt vieles der Fantasie des Lesers. Man rätselt bis zum Schluss mit Liv mit und weiß gar nicht, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt. Die Autorin schafft es gekonnt den Leser zu täuschen und hat so git wie gar keine Hinweise auf das Ende verbaut.
    Was mich allerdings wirklich stört, sind die ständigen Logikfehler, über die man stolpert, auch konnte ich persönlich mich einfach nicht so richtig mit diesem Schreibstil anfreunden, ich habe das Buch gelesen, aber ich habe mich nicht so richtig auf die Geschichte einlassen können.
    Der größte Kritikpunkt ist allerdings, dass das Ende auf mich einfach zu konstruiert, unglaubwürdig und plötzlich wirkt. Es hätte dem Buch gut getan die letzten Kapitel noch um ein paar Seiten zu strecken und noch ein paar Kapitel hinzuzufügen, dann wäre das ganze einfach plastischer!


    Dennoch fand ich das Buch nicht SCHLECHT. Sicherlich ist es sehr ansprechend für die angepeilte Zielgruppe gestaltet. Für einen Lesefaulen Jugendlichen, den man zum Lesen animieren möchte würde ich das Buch sofort empfehlen, spannend, kurzweilig und wenig anspruchsvoll. Für alle anderen würde ich eher sagen: Finger weg und zu anderen Thrillern greifen. Dennoch werde ich wahrscheinlich den nächsten Band lesen. Erstens, weil er auf Skoobe erscheint (ich muss ja nicht zusätzlich bezahlen) und zweitens weil es als Lektüre zwischendurch ganz nett ist. Deswegen gibt es insgesamt 3 von 5 Budgies.



     Amy Crossing hat ihre Jugend in Maryland verbracht. Mit 17 Jahren zog ihre Familie überraschend nach England, über die Gründe für den Umzug bewahrt die Autorin bis heute Stillschweigen. Heute lebt sie mit ihrer Familie zurückgezogen von der Öffentlichkeit in der Nähe von New York.








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