Rezension: Die gestohlene Zeit von Heike Eva Schmidt

Dieses Buch hat meine Mutter mir netterweise zu Weihnachten geschenkt. Im Nachhinein war es zwar auch bei Skoobe verfügbar aber wer hat gute und hübsche Bücher nicht lieber im Regal stehen als in einem eBook Reader?


  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426513110
  • ISBN-13: 978-3426513118

Emma ist im Jahr 1987 Lehramtsstudentin für Geschichte und Sport. Daher begleitet sie eine 12. Klasse bei der Klassenfahrt in die Dolomiten. Durch einen Zufall findet sie dort einen Ring auf dem Boden liegend. Sie kann seine Macht spüren, auch wenn sie noch nicht weiß, dass dieser Ring der Zwergenkönig Laurin gehört, der über die Berge herrscht. Zwei Mitreisende der Klassenfahrt schlagen sie nieder und nehmen ihr den Ring ab um damit zu flüchten. Durch einen unglücklichen Zufall gelangt Emma dann in die Fänge des Zwergenkönigs, kann jedoch durch eine List mit dem Küchenhelfer Jonathan, einem anderen Gefangenen, fliehen. Auf der Flucht werden sie jedoch von Laurins Fluch erwischt und um diesen zu lösen, müssen sie dem Zwergenkönig seinen Ring zurückbringen. Das Problem: In der Zeit, die Emma bei den Zwergen verbracht hat, sind fast 30 Jahre vergangen und die Studentin hat keine Ahnung, wo die Diebe jetzt stecken...


In diesem Fall muss ich einmal etwas zu diesem ganz besonderen Cover sagen: Es wirkt wie der Ring. Man schaut es sich einmal an und kann seine Augen nicht davon abwenden, wenn man das Buch in der Hand hält. Was nämlich im puren Abbild des Covers nicht ersichtlich ist: Das Uhrwerk und der Titel sind in besonderem Gold-Reflex gedruckt, der schimmert, wenn man den Titel vor seinen Augen bewegt. Die Farbgebung und das rieselnde alte Uhrwerk finde ich wirklich sehr passend gewählt aber vor allem mit diesen Glitzereffekten macht das Cover wirklich was her. Ein Schmuckstück in jedem Bücherregal!

Ich finde es eine sehr schöne und kreative Idee die Sage um Laurins Rosengarten (auf den Link klicken um zum Wikipedia-Artikel zu kommen) als Ausgangspunkt für ein Fantasy-Buch zu nehmen. Die Zwerge, um die es hier geht, haben wenig mit der Darstellung heutiger High-Fantasy zu tun und wenden sich wieder dem Bild in alten deutschen Sagen zu. Das ist kreativ und anders und gefällt mir sehr gut. Auch die Story, die sich darum entwickelt finde ich sehr gelungen. Emma ist eine sympathische Protagonistin, zu der man als Leser schnell eine Beziehung aufbauen kann. Die Idee der Geschichte um Jonathan und Emma (ich möchte nicht zu viel von Jonatha verraten, ihr müsst es selber herausfinden) finde ich sehr gelungen und einfach herzerweichend, auh wenn ich gerne mehr über die Beziehung erfahren hätte und mir eine schleichendere Entwicklung mehr überzeigt hätte.
Ich finde allerdings leider, dass die Spannung in dem Buch zuweilen ein wenig zu kurz kommt. Ich hätte gerne ein bisschen mehr mitgefiebert und denke, dass die Autorin mehr aus einigen brenzligen Situationen hätte herausholen können. Das soll jedoch nicht heißen, dass das Buch langweilig ist! Das habe ich nicht so empfunden, es hatte nur ein paar kleinere Längen, die durch mehr Entwicklung der Spannung und der Charaktere hätten vermieden werden können.
Den Schreibstil der Autorin habe ich als angenehm empfunden. Ich fand das Zurückversetzen in einige Begriffe der Umgangssprache der 80er Jahre oft zum schmunzeln. Verscheidene Zeiten prallen aufeinander, wenn die arme Emma sich auf einmal iPods, SUV's und Mäckes' gegenüber stehen sieht.
Das hat bei mir für den ein oder anderen Lacher gesorgt. Ein paar weniger Gags hätten allerdings auch gereicht und hätten dem Spannungsbogen vielleicht gut getan.

Das Buch ist für kleinere und größere Fantasy-Fans und Liebhaber deustcher Sagen und Sagengestalten absolut zu empfehlen. Ich habe die Geschichte um den Zwergenkönig Laurin und seine Begegnung mit der Studentin Emma trotz ein par kleineren Längen und zuweilen leichter Vorhersehbarkeit als sehr gelungen empfunden und ahbe die Lektüre genossen.

Deswegen gibt es von mir für das Buch 4 von 5 Budgies!

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Heike Eva Schmidt wurde in Bamberg ­geboren. Nach einem Psychologiestudium war sie zunächst als Journalistin für Radio, TV und Print tätig, ehe sie 2000 ein Stipendium für die DrehbuchWerkstatt München erhielt. Seitdem arbeitet sie als freie Drehbuch­autorin, zum Beispiel für das Bayerische Fernsehen. 2010 erfüllte sie sich ihren Kindheitstraum und begann, Romane zu verfassen. Sie lebt im Süden Münchens im bayerischen Voralpenland. Dort entstehen in ihrer kleinen „Schreibstube“ viele Ideen. „Purpurmond“ ist Heike Eva Schmidts erster Fantasyroman und erschien im März 2012.

Kommentare:

  1. Hallo Anja,

    ich tagge dich und würde mich sehr darüber freuen, wenn du mitmachen würdest.
    Schau mal hier...
    http://weltenwechsel.blogspot.de/2014/02/ich-mochte-unbedingt-lesen-tag.html

    Ganz lieben Gruß,

    Dinni ☺

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  2. ui das hört sich gut an, habe ich mir gleich mal notiert :o)

    VG
    mydanni
    www.mydanni.de

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    1. Das Buch ist wiklich schön. Und ein Schmuckstück auf jeden Fall. Es lohnt sich!

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