Rezension: Dorn von Thilo Corzilius











  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (10. Dezember 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492269427
  • ISBN-13: 978-3492269421

  • Danke an Piper für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!



    Ein Mann auf der Flucht vor seiner Vergangenheit. Eine Elbin auf der Suche nach einer Zukunft. Und eine Reise, die nicht nur sie beide, sondern das ganze Reich verändern wird. Ein Abenteuer voller Intrigen, Verrat und großer Schlachten: Dorn ist eine Welt, aus der die alte Magie längst entschwunden ist. Und auch das Eherne Reich, welches den Kontinent eint, ist im Zerfall begriffen. Als Markgraf Deckard von Falkenberg ein geheimnisvolles Elbenmädchen unter seinen Schutz stellt, ahnt er nicht, dass dieses etwas bei sich trägt, das sowohl die Rettung als auch den Untergang des Reiches bedeuten könnte. Und dass ihr dunkler Verfolger vor nichts zurückschrecken wird ...


    An Fantasy habe ich in letzter Zeit eigentlich fast nur Reihen gelesen. Trilogien und Reihen mit noch mehr Büchern überschwemmen in letzter Zeit den Markt, da hat doch dieses Buch gleich einmal meine Aufmerksamkeit gefesselt: Ein Fantasy-Einzelband! Nachdem ich dann bei Piper angefragt hatte, haben diese mir das Buch zusammen mit Phoenix von Jan Aalbach auch schnell zugesendet. Dieses Buch hat mich schon in der Kurzbeschreibung gefesselt und das Cover ist toll gestaltet. Jeder Fantasy-Fan würde danach greifen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Es fing spannend und ganz im High-Fantasy Stil an. Der Protagonist, Markgraf Deckard von Falkenberg, hat sich abseits von allen Gecshehnissen in einem kleinen Wirtshaus unerkannt eingenistet, doch der Wirtsjunge erkennt ihn und spricht ihn an, woraufhin ihm der Graf die Geschichte erzählt.
    Der Einstieg in die Geschichte ist schnell, die Ereignisse überschlagen sich und diese Dichte an Ereignissen lässt auch über die gesamte Länge nicht nach. Das Buch ist für einen Fantasyroman ja recht "kurz". Das ist zu Guten der Spannung, jedoch finde ich, dass es besonders in Punto Liebe (ich verrate nicht zu viel, wenn ich darauf hinweise) der Glaubwürdigkeit gut getan hätte, dem Roman vielleicht noch ein paar Seiten hinzuzufügen.
    Dennoch ist die Geschichte und die ganze Welt darum eine solide wenn auch nicht sehr überraschende Konstruktion.
    Der Schreibstil ist gelungen, sticht aber auch nicht heraus, ich fand die Art der Sprache manchmal ein wenig zu einfach gestrickt, aber der Autor ist noch jung und hat auch noch nicht sehr viel Erfahrung, ich könnte mir vorstellen, dass sich der Stil mit der Zeit bessert.
    Die Charaktere sind in sich stimmig, allerdings fand ich den Protagonisten ein wenig zu einseitig. Er ist sehr nobel, sehr pflichtbewusst, opfert sich auf. Er ist einfach sehr heldenhaft. Immer. Er hat keine Ecken und Kanten, er ist zu perfekt.  Zu weiß. Vielschichtigere Charaktere brauchen allerdings auch mehr Platz zur Entfaltung, was vielleicht der Spannung nicht so zuträglich gewesen wäre.
    Alles in allem ist es eine nette und solide High-Fantasy Geschichte geworden, die eine hohe Spannung hält aber von der man sich nicht zu viel Überraschung und Vielfalt erwarten darf.

    Mich hat die Geschichte trotz kleinerer Schwächen im Charakteraufbau und zu schneller Entwicklung sehr gefesselt. Die Spannung ist durchgehend hoch und auch wenn der Schreibstil bisweilen noch verbesserungswürdig ist. Ich kann die Geschichte sehr für alle empfehlen die Fantasy-Mögen und eine schnelle Lektüre suchen, aber auch für diejenigen, die sich vielleicht noch nicht so viel mit dem Genre beschäftigt haben aber gerne einmal herein schnuppern möchten.
    Deswegen gibt es von mir 4 von 5 Budgies.

    Thilo Corzilius, 1986 in Dortmund geboren, schreibt nach eigenen Angaben »schon immer irgendwie«. Er geht häufig ins Kino, spielt in diversen Bands und reist leidenschaftlich gerne in Länder mit rauem Klima - zum Beispiel nach Schottland. Der Theologe fand für sein Debüt sehr schnell eine Agentur und brachte es dann praktisch über Nacht beim Piper Verlag unter.



    Nachtrag: Herzlichen Glückwunsch an Thilo Corzilius für die Nominierung zum Deutschen Phantastikpreis! Ich freue mich sehr und finde die Nominierung dieses Buches absolut gerechtfertigt!


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