Rezension: Splitter von Sebastian Fitzek








  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Knaur (9. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426503727
  • ISBN-13: 978-3426503720

  • Marc Lucas hat ein Problem, und dieses Problem ist ein im wahrsten Sinn des Wortes existentielles. Bei einem Autounfall hat er vor kurzem, seiner Erinnerung nach, durch eigenes Verschulden seine Frau und sein ungeborenes Kind verloren. Und diese Erinnerung versucht er durch das spektakuläre Experiment einer Privatklinik zu verlieren. Aber als Lucas die Klinik wieder verlässt, ohne am Experiment überhaupt teilgenommen zu haben, findet er sich in einem Albtraum wieder. An seiner Wohnung sind die Schlösser und das Türschild ausgewechselt, unter seiner Handynummer meldet sich eine fremde Person, die behauptet, er zu sein. Und dann häufen sich auch noch die Verdachtsmomente, dass seine schwangere Frau noch lebt. Aber: Was ist eigentlich Einbildung, was Erinnerung und was Wirklichkeit? Marc Lucas beginnt, sich der Situation zu stellen – und kommt einem wahrhaft außergewöhnlichen Komplott auf die Spur...


    Für die 52 Wochen 52 Bücher Challenge habe ich letzten Monat einen Thriller gesucht, der mir gefallen könnte. Da ich im Dezember von Sebastian Fitzeks neuem Thriller "Noah" absolut begeistert war dachte ich mir, ich versuche mich mal mit einem anderen seiner Bücher. Nach kurzem Stöbern in der Skoobe Bibliothek fiel meine Entscheidung auf "Splitter". Die Beschreibung klang spannend und sehr vielversprechend.
    Die ersten Seiten verwirrten mich ein wenig. Es gab viel was mich irritiert hat, aber so richtig Spannung kam nicht auf. Diese fand sich erst im Laufe der Geschichte. Der Schreibstil des Autors ist leicht und sehr flüssig zu lesen aber nicht besonders kunstvoll. Nur eben so, dass man nicht über eine zu schwierige Formulierung oder zu lange Sätze stolpern könnte. Der Spannungsaufbau geschieht nach den ersten Seiten recht rasant. Ich fand die Geschichte an sich nicht  sehr kreativ, vielmehr hatte ich zuweilen das Gefühl dass sich die Handlung ein wenig im Kreis drehte, dennoch würde ich sagen, dass die Geschichte solide konstruiert ist und man sehr gespannt auf das Ende bleibt.
    Dieses wiederum fand ich leider auch nicht sehr überzeugend. Einfach ein wenig irritierend und der gewünscht provozierte Knall-Effekt fand leider keinen richtigen Weg zu mir.
    Natürlich habe ich kein tiefgründig philosophisches Buch erwartet, aber ein bisschen mehr Tiefgang hätte gerne sein können, kleinere logische Fehler, die mir aufgefallen sind, heben meine Meinung leider nicht gerade an.

    Die Geschichte hat weder viel Tiefgang noch ist sie sonderlich kreativ und schon jetzt wäre es mir ohne meine Notizen schwer gefallen etwas zu dem Buch zu sagen. Dennoch fand ich die Story interessant und spannend. Alles in allem ist dieses Buch eine gute Zwischendurch-Lektüre, wenn man keine Lust hat sich auf komplexe Handlungsstränge oder tiefgründige Charaktere einzulassen. Deswegen gibt es von mir 3 von 5 Budgies



    Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. "Therapie", erschienen 2006, war sein erstes Werk - und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie - und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender "Mailoholic" ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin.





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