Rezension: WARP - Der Quantenzauberer von Eoin Colfer


  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag; Auflage: 1 (17. Februar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785579098
  • ISBN-13: 978-3785579091
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Originaltitel: W.A.R.P.


  • Ein grandioses Zeitreiseabenteuer vom Autor der Artemis-Fowl -Bücher.
    Was soll es anderes sein als eine Strafversetzung? FBI-Junior-Agentin Chevie Savano wurde nach London geschickt, um im Auftrag von WARP eine merkwürdige alte Metallkapsel zu bewachen. Das war vor neun Monaten. Und seitdem sitzt sie vor dem Ding und wartet darauf, dass irgendjemand oder etwas da rauskommt .
    Als ein Wandspiegel mit einem Knall zerplatzt, die Deckenleuchten anfangen zu flackern und draußen eine Straßenlaterne nach der anderen explodiert, ist Chevie sofort klar, dass die Kapsel im Keller aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht ist. Mit vorgehaltener Waffe stürmt sie die Treppe herunter und findet ... einen 14-jährigen Jungen, der aussieht, als wäre er soeben aus einem Buch von Charles Dickens gefallen... (Löwe Verlag)

    Schon als ich das erste Mal das Cover gesehen hatte wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Das liegt zum einen daran, dass mich das Cover einfach von vorneherein überzeugt hat. Ich mag die altertümlichen Schriften, die zur Gestaltung verwendet wurden. Zu erkennen sind die Protagonisten des Buches, im Vordergrund der Bösewicht, dahinter die beiden Retter der Geschichte und ein Haus, das in der Geschichte eine ganz entscheidende Rolle spielt. Geheimnisvoll und spannend ist das Cover wirklich sehr gut gelungen, auch wenn es vermuten lassen könnte, dass es hier um ein Jugendbuch handelt. DAS IST NICHT DER FALL!

    Die Idee der Zeitreisekapsel (wenn ich das verrate, sage ich nicht zu viel, das geht ja eigentlich schon aus der Kurzbeschreibung hervor) ist ja nicht mehr ganz neu. Viele Romane haben das Thema bereits verarbeitet. Die Art und Umgebung, in der das hier allerdings stattfindet ist vollkommen neu und sehr kreativ. Die Zeitkapsel als Erfindung unter militärischer Geheimhaltung in der heutigen Zeit bringt viel Spannung mit sich, die es auszuschöpfen gilt.
    In dem Buch gibt es zwei Protagonisten. Zuerst lernen wir die siebzenjährige Chevie kennen. Sie ist US-Amerikanerin indianischer Abstammung. Eine Weise. Durch eine Undercover-Aktion ist sie so jung zum FBI gekommen, doch leider ist dieser Einsatz fehgeschlagen. Strafversetzung. Rumsitzen in einem alten Londoner Haus. Chevie wirkte auf mich zuweilen ein wenig langweilig. Ich fand, dass sie einfach zu aufgesetzt wirkte, nicht natürlich. Es fiel mir schwer mich auf sie einzulassen.
    Riley dagegen, der anderer Protagonist, den wir im Laufe der Geschichte kennen lernen, mochte ich von Anfang an sehr gerne. Er ist so sympathisch, natürlich, so realistisch, dass man gar nicht anders kann als ihn zu mögen.
    Dann ist da noch der Bösewicht, das Covermotiv, über den ich nicht allzu viele Worte verlieren möchte, um keine Überraschung vorweg zu nehmen:
    Ich hätte sehr gerne mehr über ihn gewusst, mehr über seine Beweggründe, weniger Schwarz-Weiß Malerei. Was mich aber vor allem gestört hat, ist seine plötzliche Verwandlung, die einfach in ein paar Szenen viel zu übertrieben worden ist und somit die Geschichte nicht vorangetrieben sondern einfach nur unglaubwürdig hat erscheinen lassen. Das ist Schade und hätte vermieden werden können.
    Der Schreibstil ist außerordentlich gut gelungen. Sehr überzeugend, flüssig zu lesen und was mich vor allem mitreißen konnte waren die Beschreibungen der Umgebungen.
    Das letzte Drittel des Buches hatte leider kleinere Längen, das Buch hat sich für mich in die Länge gezogen, als man nur noch von einer blutigen Kampfszene in die nächste zu kommen, Kürzungen oder ruhigere Szenen hätten hier sehr zur Entwicklung beigetragen und vielleicht auch ein paar kleinere logische Unklarheiten zu beseitigen.

     Das Buch ist weder außerordentlich gut, noch außerordentlich schlecht. Ich habe es als eher durchschnittlich empfunden. Vor allem einer der Protagonisten ist sehr sympathisch, der Bösewicht interessant. Die Geschichte zur Idee ist sehr kreativ, doch leider scheitert das manchmal an der Umsetzung, bei der kleinere Längen und logische Fehler zu erkennen sind. Wer sich auf einen Action-Blockbuster mit viel Blut und Spannung freut, und sich nicht an kleineren Fehlern oder Wiederholungen stört, der ist hier richtig. Daher gibt es von mir 3 1/2 von 5 Budgies


    1965 in Wexford an der Südostküste Irlands geboren, wuchs Eoin Colfer mit seinen vier Brüdern und Eltern, beide Lehrer, in seiner Geburtsstadt auf. Bereits in der Grundschule begann er vom Geschichtsunterricht inspirierte Wikingergeschichten zu schreiben. Nach einem Lehramtsstudium heiratete er 1991 und verbrachte die nächsten vier Jahre in Saudi-Arabien, Tunesien und Italien. Sein erstes Buch aus dem Jahre 1998, "Benny und Omar", gründet auf seinen Erlebnissen in Tunesien und wurde in viele Sprachen übersetzt. Mit dem Erfolg seiner Bücher hörte Eoin Colfer 2001 auf, als Lehrer zu arbeiten. Er lebt mit seiner Frau und den beiden Söhnen in Irland.

    1 Kommentar:

    1. Hey =)
      Auch wenn du einige Schwächen in der Umsetzung siehst, ist das ein Buch, dass ich unbedingt noch lesen möchte =).

      LG
      Anja

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