Rezension: Survivor Dogs - Ein verborgener Feind von Erin Hunter






 
Survivor Dogs 1 - Die verlassene Stadt
Survivor Dogs 2 - Ein verborgener Feind
Survivor Dogs 3 - Darkness Falls
 
Lucky, Bella und die anderen Leinenhunde haben es in die Wildnis geschafft. Dort gibt es Beute und sauberes Wasser – aber auch ein Rudel Wildhunde, das ihr Territorium gegen jeden Eindringling erbittert verteidigt. Als Lucky und seine Freunde auf das Rudel Wildhunde unter der Führung eines furchterregenden Wolfshundes treffen, befürchtet Lucky blutige Kämpfe. Hin und her gerissen zwischen Angst, der Sehnsucht nach Unabhängigkeit und Loyalität gegenüber seinen neuen Freunden, lässt er sich auf eine gefährliche Mission ein …


Das Cover gefällt mir besser als das des ersten Bandes. Durch die kühlere Hintergrundfarbe heben sich die Figuren besser ab, außerdem ist das Cover weniger überladen und scheint insgesamt einfach besser strukturiert. Dennoch finde ich das Cover nicht wirklich ansprechend und hätte alleine Aufgrund eines Blicks auf das Cover nicht zu diesem Buch gegriffen. Es ist halt nicht herausragend oder ein absolutes Schmuckstück.
 
Der Einstieg ist natürlich spannend. Das vorherige Buch hat ja sehr abrupt geendet, der zweite Band geht direkt an dieser Stelle weiter. Man ist also wieder mitten in den Geschehnissen. Mitten in einem Hundekampf. Das stört nicht wenn man den ersten Band noch gut im Gedächtnis hat und diesen so wie ich direkt nach Beendigung des Buches 1 liest. Wenn jedoch ein wenig Zeit dazwischen liegt, dann kann ich mir vorstellen, dass man nicht so gut in die Geschichte hinein kommt.
 
Wir begegnen natürlich wieder unserem Lieblings-Rudel aus Band 1 wieder :) Lucky, Bella und all die liebgewonnenen Kämpfer sind dabei. Doch der Fokus liegt diesmal sehr auf Lucky und nachher auch auf einem zweiten Rudel mit einem sehr herrischen Anführer und auch mit alten Bekannten.
Lucky ist immer noch mutig, stark, schnell und schlau, doch in diesem Band werden die Hunde noch weiter vermenschlicht. Das ist aber nicht schlimm, sie haben trotzdem noch ihre Hundeinstinkte aber durch diese menschlichen Merkmale kommt nun ein wenig mehr Tiefgang in die Geschichte. Intrige, Konflikte und Probleme prägen Luckys Alltag. Da ich das Fehlen von genau diesen Punkten im ersten Band bemängelt habe bin ich froh dies nun im zweiten Band zu finden. Das ist tatsächlich besser geworden.
 
Die Handlung ist durch die neu gewonnenen Konflikte tiefer und plastischer geworden, nicht mehr so fröhlich sondern ein bisschen komplizierter, das hat mir sehr gefallen. Dass nicht mehr alle Hunde nett und toll oder böse und grausam sind trägt zur Bildung der Geschichte und zu spannenden Strukturen bei. Insgesamt sind auch die Geschehnisse schneller und spannender geworden. Den Page-Turner Effekt, der beim ersten Band einfach nicht da war, finden wir in diesem Band daher umso mehr. Ich wollte das Buch manchmal gar nicht aus der Hand legen und hatte immer das Gefühl dass ich wissen wollte wie es weiter geht. Dennoch ist es natürlich auch für jüngere Leser gedacht. Wer in sich verwobene und verzwickte, ausgeklügelte Handlungsstränge erwartet ist hier falsch.
 
Den Schreibstil fand ich sehr originell. Ich mochte die tierischen Wortneuschöpfungen. So nennen die Hunde die Nacht zum Beispiel „Ohnesonne“ und haben auch sonst allerhand tierische Wörter für Dinge. Auch wenn dies in diesem Band nicht mehr sooo ausgeprägt ist da die Hunde nicht mehr in der Stadt sondern in der Wildnis sind und weniger mit Menschen, den "Langpfoten" und ihren "Lärmkästen" (Autos) konfrontiert werden. Der Stil ist natürlich an die Zielgruppe angepasst. Eher kurze und einfache Sätze, schlichte Sprache. Das passt aber auch sehr gut zu den Hunden, denn trotz allem sind sie Tiere und keine Poeten. Daher fand ich den Schreibstil sehr kreativ und leicht zu lesen.
 
Als ich zur letzten Seite kam dachte ich mir nur: NEIN! Nicht schon wieder!!! Immer diese blöden offenen Enden. Gut. Ich muss zugeben, dass das Ende weniger offen ist als beim ersten Band, aber irgendwie fand ich es dennoch recht unbefriedigend. Es war nicht ganz die Lösung die ich mir gewünscht habe aber so bleibt natürlich mehr Stoff für Band 3 (den ich auf jeden Fall lesen möchte).
Mitten in einer Aktion bricht das Buch ab und man fragt sich: Was nun? Es bleibt wohl nichts anderes übrig als auf das nächste Buch zu warten, auch wenn ich nicht weiß ob ich bis dahin das Buch noch so gut im Kopf haben werde. Mal schauen...
 
 
 
 
Ich mochte Band 2 lieber als seinen Vorgängern, er kommt mit viel Spannung, mehr Schnelligkeit und Konflikt daher und wird so zu einem tollen und leicht zu lesenden Page-Turner. Durch eine Größere Vielfalt und Tiefe an Charakteren wird das Ganze viel überzeugender. Ich ärgere mich aber wieder über den Schluss, weil ich eben einfach keine so offenen Enden mag die mitten in der Aktion abbrechen :( Bleibt wohl nichts anderes übrig als auf Band 3 zu warten, den ich aber auf jeden Fall lesen werde und auf den ich mich jetzt schon freue. Wating for Survivors #3 Darkness Falls
 
 
Katzen haben viele Leben, heißt es. Und Katzengeschichten haben
zuweilen viele Autoren. Wie die Geschichten von Erin Hunter. Denn hinter dem Pseudonym verbergen sich insgesamt vier Autorinnen: Kate Cary, Victoria Holmes, Cherith Baldry und Tui Sutherland. Dabei gibt es in dem Team eine klare Aufteilung für das Verfassen der "Warrior-Cats"-Romane. Cary, Sutherland und Baldry schreiben die Abenteuergeschichten der vier Katzenclans; sie erfanden auch das Pseudonym, um die "Warrior-Cats"-Leser nicht zu verwirren. Victoria Holmes bringt die Ideen in das Erzählerquartett ein und sorgt dafür, dass die in mittlerweile sechs Bänden erschienenen Geschichten am Ende einheitlich sind und Kontinuität besitzen.

 
 
 

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