Rezension: Lucian von Isabel Abedi

Immer wieder taucht er in Rebeccas Umgebung auf, der geheimnisvolle Lucian, der keine Vergangenheit hat und keine Erinnerungen. Sein einziger Halt ist Rebecca, von der er jede Nacht träumt. Und auch Rebecca spürt vom ersten Moment an eine Anziehung, die sie sich nicht erklären kann. Aber noch bevor sie erfahren können, welches Geheimnis sie teilen, werden sie getrennt. Mit Folgen, die für beide grausam sind. Denn das, was sie verbindet, ist weit mehr als Liebe.
Nachdem ich Himmelsfern beendet hatte griff ich zu Lucian, erster
Covereindruck: Das Negativ von Himmelsfern :) Es passt auf jeden Fall sehr gut zu den anderen Büchern von Isabel Abedi, wirkt recht düster und erinnert an einen Thriller, das ist dieses Buch aber nicht. Ich muss sagen, dass mir das Cover der limitierten Sonderauflage von 2012 besser gefällt. Es wirkt viel weicher und passt meiner Meinung nach einfach viel besser zum Inhalt.

Der Einstieg in das Buch ist leicht und fließend, erinnert aber auch ein wenig an einen Thriller. Zu Beginn war ich ein wenig verwirrt, weil ich die nicht ganz so gewöhnliche aber daher noch umsomehr sympathische Familienkonstellation nicht verstanden habe. Das legte sich aber schnell. Schon zu Beginn merkt man die große Spannung, die wie eine Welle auf den Leser zu rollt.

Die Charaktere sind absolut Spitze! Selbst die Nebencharaktere haben ein starkes eigenleben, wirken in keinster Weise konstruiert und sehr real! Ein Meisterstück der Autorin. Zunäcjhst einmal zur Protagonistin, einem Mädchen, Schülerin in der Oberstufe. Ihr Name ist Rebecca und sie ist sympathisch, aber auch nicht zu besonders, das unterstreicht die Realität der Geschichte. Ihr Vater ist Amerikaner und lebt mit seiner Frau und Rebeccas Halbschwester in den Vereinigten Staaten. Ein richtiges Paar waren ihre Eltern aber noch nie, denn ihre Mutter ist lesbisch und lebt schon seit Rebecca klein ist mit ihrer Lebensgefährtin "Spatz" zusammen. Die drei bilden eine sehr harmonische und liebe Gruppe, jeder hat in der Familie seinen Platz und ich finde es gut, dass die Autorin vom konventionellen Familienmodell abweicht ohne Einzigartigkeit zu erzwingen.
Lucian habe ich zu Beginn genauso wenig verstanden wie er sich selbst, die Verwirrung die er spürt, spürt auch der Leser. Er wirkt schüchtern, verletzlich und ein bisschen seltsam, doch die Bindung zwischen ihm und Rebecca ist von Beginn an deutlich durch die Seiten spürbar.

Die Handlung lässt sich schwer zuordnen. Es ist eine Liebessgeschichte, zu Beginn ähnelt es einem Thriller und wird dann paranormal angehaucht, wobei dieser Aspekt nicht so unglaublich stark zum tragen kommt, dass ich das Buch in irgendeine Fantasy-Schiene einordnen würde. Die Bindungen und Geschichten der einzelnen Charaktere, die verwoben das Netz der Handlung ergeben sind glaubhaft und die Abweichung vom Alltag in Form von Lucian führt zum Konflikt in Rebeccas Leben. Ich habe das Buch trotz des Umfangs (denn die Gebundene Ausgabe ist groß, im Taschenbuch sind es weit mehr als 500 Seiten) kein einziges Mal als langweilig gefunden, man wird wie an einem Angelhaken durch die Geschichte gezogen, man MUSS wissen wie es weitergeht!

Der Schreibstil ist klar und leicht, ohne Probnleme zu lesen und passend zu den Charakteren, es gibt keine Holperer oder ähnliches.
Manche Sätze sind sehr berührend und passen zum Leben wie die Faust aufs Auge. Ein paar Zitate haben sogar den Weg in meine Lieblingsauswahl geschafft.

Das Buch ist nicht nur spannend, sodnern auch sehr berührend. Vor allem zum Schluss flossen die Tränen nur so vor sich hin. Hier steht wieder die Liebegeschichte im Vordergrund und als ich das Buch zuklappte, hatte ich einne dicken Kloß im Hals und habe ersteinmal zwei Tage kein anderes Buch mehr angefasst, weil ich dieses erst verarbeiten musste. Und obwohl das Ende passt muss ich sagen, dass ich sehr gerne mehr von Rebecca und Lucian gelesen hätte, ich hätte gerne gewusst wie die Geschichte weitergeht, das liegt aber eher daran,d ass ichd as Buch so gut fand.
Hier gibt es definitiv nichts zu kritisieren, das Buch ist spannend, hat edn richtiegn Touch Emotion und Einzigartigkeit und jeder einzelne Charaktere und Nebencharakter hat eine Geschichte, Motive und Gründe. Das Buch hat mich sehr gefesselt und ich habe es an keiner Stelle als langatmig empfunden, im Gegenteil! Es passieren so veile Dinge! Wer es noch nicht gelesen hat, der sollte dringend dazu greifen! Von mir gibt es für dieses Werk 5 von 5 Budgies.

Isabel Abedi wurde 1967 in München geboren
und ist in Düsseldorf aufgewachsen. Nach ihrem Abitur verbrachte sie ein Jahr in Los Angeles als Aupairmädchen und Praktikantin in einer Filmproduktion und ließ sich anschließend in Hamburg zur Werbetexterin ausbilden. In diesem Beruf hat sie dreizehn Jahre lang gearbeitet. Abends am eigenen Schreibtisch schrieb sie Geschichten für Kinder und träumte davon, eines Tages davon leben zu können. Dieser Traum hat sich erfüllt. Inzwischen ist Isabel Abedi Kinderbuchautorin aus Leidenschaft. Ihre Bücher, mit denen sie in verschiedenen Verlagen vertreten ist, wurden zum Teil bereits in mehrere Sprachen übersetzt und mit Preisen ausgezeichnet. Isabel Abedi lebt heute mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Hamburg - und genau wie bei LOLA kommt auch in ihrer Familie der "Papai" aus Brasilien!



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