Rezension: Das Labyrinth erwacht von Rainer Wekwerth



  1. Das Labyrinth erwacht
  2. Das Labyrinth jagt dich
  3. Das Labyrinth ist ohne Gnade
Das Labyrinth. Es denkt. Es ist bösartig. Sieben Jugendliche werden durch Raum und Zeit versetzt. Sie wissen nicht mehr, wer sie einmal waren. Aber das Labyrinth kennt sie. Jagt sie. Es gibt nur eine einzige Botschaft an jeden von ihnen: Du hast zweiundsiebzig Stunden Zeit das nächste Tor zu erreichen oder du stirbst. Problem Nummer Eins, es gibt nur sechs Tore. Problem Nummer Zwei, ihr seid nicht allein.

Unheimlich und irgendwie automatisch wirkt dieses Buch durch das Schwarz mit roten Löchern. Alles wirkt plastisch und seltsam. Das Cover fängt meiner Meinung nach recht gut den Geist der Geschichte ein, auch wenn ich das erst später verstanden habe...


Der Einstieg viel mir gar nicht schwer, auch wenn die Situation an sich für die Jugendlichen sehr verwirrend war. Die ganze Zeit fragt man sich: was ist das und was soll dieses "Labyrinth" sein. Die Verwirrung der Protagonisten wird sehr gut auf den Leser übertragen, ohne im so wenig Informationen zu geben, dass man nichht mehr wüsste worum es geht. Schon zu Beginn häufen sich die Rätsel.

Die Charaktere sind eine der spannendsten Dinge an dem Buch. Nicht nur die Umgebungen und das Labyrinth, sondern auch die Protagonisten ziehen den Leser in ihren Bann. Jeder der Charaktere ist etwas besonderes und nach und nach wird auf jede Persönlichkeit fokussiert, Erinnerungen und Bruchstücke aus dem alten Leben vor dem Labyrinth kommen zurück. Man versteht, wer sie sind und entdeckt sie gemeinsam mit dem Protagonisten selbst. Dier Charaktere sind nie böse oder gut, jeder hat Fehler begangen, keiner ist perfekt. Deswegen wirken sie so real. Einfach gut gelungen.

Die erwähnten Rätsel nehmen nicht ab, eher zu und schon bald fühlt man sich als stünde man mit den Jugendlichen zusammen mitten im Labyrinth und fragt sich: WARUM? Die Geschichte ist Actionreich und spannend, aber an manchen Stellen auch nachdenklich und auf jeden Fall tiefgründig und durchdacht. Ich konnte das Buch von der ersten bis zur letzten Seite nicht aus der hand legen.

Der Schreibstil ist sehr gut. Es gibt zwar Perspektivenwechsel, diese sind aber sehr deutlich und gut gemacht, so dass sie das Buch und die Geschichte durchweg bereichern. Die Charaktere wirken dadurch plastisch.

Dies ist natürlich der erste Band einer Reihe. Da ist es nicht verwunderlich, dass nicht alle Fragen geklärt sind und das Ende recht offen sit. Also hopp hopp, auf zum nächsten Band!


Diese Geschichte um eine Gruppe Jugendlicher im Labyrinth konnte mich von vorne bis hinten fesseln und hat mir sehr gut gefallen. Das Labyrinth ist durchdacht und man versteht gemeinsam mit den Jugendlichen erst nach und nach was passiert und warum das Labyrinth überhaupt Labyrinth heißt. Vor allem die vielschichtigen und ungewöhnlichen Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Eine tolle Reihe die man unbedingt lesen sollte (vor allem da ja jetzt Band 3 erschienen ist)!
Von mir gibt es dafür 5 von 5 Budgies.


Rainer Wekwerth ist Autor aus Leidenschaft. Oft
liest man, ein Autor habe sein Hobby zum Beruf gemacht. Rainer Wekwerth dagegen bezeichnet das Schreiben als Sucht: Er kann gar nicht anders. Wekwerth ist Autor erfolgreicher und preisgekrönter Bücher, die er teilweise unter Pseudonym veröffentlicht. Bisher war er hauptsächlich in der Fantasy heimisch, nun erzählt er mit dem Labyrinth-Zyklus eine mitreißende Geschichte, die die Grenzen der Genres sprengt. Neben dem Schreiben coacht er Autoren und Schreibschüler, ist Ehemann und Vater einer Tochter. Rainer Wekwerth lebt mit seiner Familie im Stuttgarter Raum.

1 Kommentar:

  1. Band 1 der Trilogie hat mich auch mitgenommen! Konnte es gar nicht abwarten, bis der zweite Band erscheint…nur um dann eine bittere Enttäuschung zu durchleben. Geh gleich mal schauen, wie dir der zweite Teil gefallen hat :)

    Liebste Grüße,
    Kasia

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